Cornelia Börngen
Im Jahr 1962 wurde ich in Halle/Saale geboren und wuchs dann im Observatorium Tautenburg in Thüringen auf, wo mein Vater als Astronom arbeitete.
Nach 10-jährigem erfolgreichen Violinenunterricht bei Gerhard Warnke an der Volkskunstschule Jena erfüllte sich die erkämpfte Umsetzung meines Wunsches, mit dem Cellospiel zu beginnen. Herr Brunhard Böhme an der Musikhochschule Weimar liess sich auf das Experiment ein, mich als Anfängerin zu unterrichten. Dank seiner hervorragenden und profunden Methodik konnte ich nach 4 Jahren das Cellostudium 1981 ebenda beginnen.
1985, nach dem Examen, trat ich durch die Absolventenvermittlung eine Stelle bei der Neubrandenburger Philharmonie an, zunächst als Tuttistin, später dann als stellvertretende Solocellistin. In Berlin finanzierte ich ein Aufbaustudium bei Prof. Sennewald privat. Mein Kammermusikschwerpunkt war das Grossmann- Trio. Nach dem Mauerfall wurde ich Mitglied der Orchesterakademie Hamburg und wirkte später in deren Solistenensemble mit. Einen tiefgreifenden Eindruck hinterliessen die Begegnungen mit Alfred Schnittke und Arvo Pärt. Da die mich besonders interessierenden Aufgaben zunehmend terminlich mit der Orchestertätigkeit kollidierten und ich ausserdem grosse Probleme damit hatte, dass die Neubrandenburger Philharmonie Neustrelitz mitbespielen sollte, während dort das Orchester mit meinen liebgewonnenen Kolleg:innen aufgelöst wurde, gab ich 1994 die Stelle auf und übersiedelte in meine Wahlheimat Berlin. Viele Freundschaften bestehen bis heute.
1999 wurde mein Sohn geboren.
Als Freiberuflerin bin ich vor allem solistisch und als Kammermusikerin sowie als Cellolehrerin tätig. Alte und neue Freundschaften bilden für mich das Fundament meiner neuen Heimat. Sinnbildlich dafür ist das Darius-Quartett, mit dem ich seit 2007 spiele.
